Schulbau nach Erdbeben

Einweihnung März 2019

 

Mitte März 2019 war es soweit. Wir haben uns auf den Weg gemacht um die erbaute Schule in Janajyoti einzuweihen.
Nach einem knappen Jahr Bauzeit waren alle Gebäude fertig gestellt und bis auf ein paar letzte Pinselstriche und Plexiglasplatten war alles fertig. Insgesamt besteht die neue Schule aus drei Klassenzimmern, einem Lehrerzimmer, neuen Toiletten und einem Art Carport, der als Schulküche dient. Aktuell besuchen 40 Schülerinnen und Schüler die Dorfschule in Janajyoti. Es führt zwar eine Piste bis zur Schule und viele Materialien konnten mit LKWs und/oder Traktoren transportiert werden. Aber große Mühe machte das Wasser. Es gibt keine Quelle oder Wasserleitung bei der Schule, so musste eine Menschenkette bergab bis zur nächsten Wasserquelle gebildet werden, um das ganze notwendige Wasser für den Bau zu transportieren. Für uns ein unvorstellbarer Kraftakt und Aufwand. LiScha-Himalaya e.V. und USD-Nepal haben vor Ort eine grandiose Arbeit geleistet. Nicht nur das die Schule in so schneller Zeit aufgebaut wurde, auch die Kosten konnten eingehalten werden und die erdbebensichere Bauweise und -qualität spricht für die Präzision der Arbeiter und Bauleiter.
Schon weit vor der Schule wurden wir von Schülern, Eltern, Lehrern und Dorfältesten mit Blumenkränzen empfangen. Die Dankbarkeit und Freude war überwältigend und hat uns zu Tränen gerührt, bevor wir die Schule überhaupt in Sichtweite hatten. Scharmanen haben mit ihren traditionellen Trommeln vor uns weg die bösen Geister vertrieben und uns bis zur Schule geleitet. Alles war wundbar geschmückt und vom nepalesischen Team sehr liebevoll vorbereitet.
Alle Familien und Dorfbewohner waren gekommen. Es gab hinduistische, buddhistische Zeremonien, Ansprachen und Dankesreden. Wir haben dem Schulleiter noch Frisbeescheiben, Springseile und Fußbälle überreicht und dann wurde gefeiert, gelacht, getanzt und es gab für alle Gäste deutsche Schokolade und leckeres nepalesisches Dal Bhat. Es war ein gelungenes und sehr rührendes Fest. Die Kinder, die Eltern, wir Vereine haben die neue Schule gebührend gefeiert. Eine große Überraschung war das tolle Schild an der Schulmauer, wo alle Beteiligten verewigt sind.
Eine tolle Zusammenarbeit und ein großer Erfolg ist dieser Wiederaufbau. Die Kinder rund um Janajyoti haben vier Jahre nach dem Erdbeben eine neue Schule. Egal ob Junge oder Mädchen, sie haben die Chance auf Bildung und so die Möglichkeit ihre Zukunft in die Hand zu nehmen und sich ein besseres Leben zu ermöglichen. Dank LiScha’s erfolgreicher Arbeit in der Region erhalten die Kinder eine zusätzliche Mahlzeit in der Schule, die Eltern können sich durch verschiedenste Projekte zusätzliche Einnahmequellen sichern, erhalten Weiterbildungen, werden gesundheitlich versorgt und können sich selbst so zu einem besseren Leben(-sstandard) verhelfen.


Schulbau Janajyoti

 

Endlich kann es losgehen!
Nach über zwei Jahren hat die Regierung alle Regularien für den Wiederaufbau der Schulen beschlossen und genehmigt. Leider ist diese Region auf dem letzten Platz der Prioritätenliste des Landes, d.h.dass es bis zu 10 Jahren dauern kann, bis hier, ohne unsere Hilfe, der Wiederaufbau von Schulen und anderen Gebäuden durch das Land gestartet werden würde. Deshalb nehmen wir das gemeinsam in die Hand. Lischa-Himalaya e.V. und USD-Nepal haben vor Ort alle Schulen mit Architekten begutachtet und im Anschluss wurden vom Architekten Baupläne und Kostenkalkulationen erstellt.  Wir, von sundar sansar e.V. finanzieren den kompletten Wiederaufbau der Schule in Janajyoti und haben damit unsere größtes Projekt gestartet.

Die Schule besteht in Zukunft aus einem Kindergartenraum, mehreren Klassenzimmern, einem Lehrerzimmer. Zudem wird eine Art „Carport“ gebaut. Dort werden die Mahlzeiten für die Schulspeisung zubereitet. Das Toilettenhäuschen wurde als sicher beurteilt und bedarf daher keiner Erneuerung.
Derzeit besuchen knapp 40 Kinder die Schule in Janajyoti. Fast 50% der Kinder sind Mädchen, was dem Patenprogramm von LiScha-Himalaya zu verdanken ist. Die Kinder sind zwischen 5 – 13 Jahre alt und besuchen vom Kindergarten an bis zur dritten Klasse die Schule. Im Dorf und auch in der Schule gibt es keinen Strom und keinen Zugang zu fließend Wasser. Die nächste Wasserquelle ist ca. 45-Gehminuten bergab von Janajyoti. Alle Familien sind Bauern und stammen aus der Bevölkerungsgruppe der Tamang. So gut wie alle Familien haben auch an ihren Wohnhäusern Schäden vom Erdbeben. In unserer Galerie finden Sie dazu auch Bilder.

 
Wir danken im Besondern unseren langjährigen Partnern, Dani und Steffen von LiScha-Himalaya e.V. und allen Mitarbeitern von USD-Nepal. Sie leisten unglaubliche Arbeit und ohne so engagierte Menschen vor Ort wäre das alles für uns nicht möglich.


Geschichte zum Projekt:
In der Region rund um Silinge wurden 15 Schulen durch das Erdbeben zum Teil ganz zerstört, zum Teil so beschädigt, dass Einsturzgefahr besteht und nicht mehr darin unterrichtet werden kann. Nur eine Schule hat die Erdbeben unbeschadet überstanden. Derzeit lernen die Schülerinnen und Schüler, in der Region südlich von Kathmandu, in sogenannten TLC (Temporary Learning Center = Übergangsschulen). Diese Schulen sind aus Bambus erbaut und durch das belastbare Material auch einige Zeit verwendbar und stabil. Dennoch ist es wichtig, dass die Schulen wieder aufgebaut bzw. renoviert und saniert werden. Sobald uns alle Kosten- und Bauplane bekannt sind, werden wir, von sundar sansar e.V., einer Schule beim Wiederaufbau helfen und die gesamte Renovierung finanzieren.
Dank LiScha-Himalaya e.V. und USD-Nepal, die dauerhaft vor Ort sind, wird der Wiederaufbau hervorragend geplant, vorbereitet. Auch die Durchführung und Betreuung der Baustelle ist durch die Zuverlässigen Partner vor Ort gegeben. Vielen Dank an dieser Stelle schonmal an LiScha und USD-Nepal.

 

Ausschnitt der Baupläne als pdf

 

 

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